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Die Gefährdungen während der Instandhaltung werden in vielen Betrieben unterschätzt. Laut der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) wird der Instandhaltungsprozess als sicherheitskritisch angesehen. „Die Instandhaltung ist eine der gefährlichsten Tätigkeiten.“ Aber warum ist das so und welche Maßnahmen können hier Abhilfe schaffen?

Zunächst einmal ist zu beachten, dass viele Instandhaltungsarbeiten unter Zeitdruck erledigt werden müssen, um zeitnah den Produktionsbetrieb wiederherzustellen. Des Weiteren erfolgt die Instandhaltung oft außerhalb der täglichen Routineabläufe, wo ggf. auch Fremdpersonal involviert ist und zudem Schutzeinrichtungen demontiert oder deaktiviert werden. Zur Unfallvermeidung reicht die Abschaltung gefährlicher Energiequellen allein nicht aus, da auch Maßnahmen gegen das Wiedereinschalten und der Freisetzung von gespeicherten Energien getroffen werden müssen. Hierfür müssen aber alle gefährlichen Energiequellen bekannt sein, die unterschiedliche Energieformen aufweisen können:

  • Mechanische Energie
  • Elektrische Energie
  • Energie aus Mediensystemen (Pneumatik, Hydraulik, Wasser)
  • Chemische Energie
  • Thermische Energie
  • Radioaktive Strahlung
  • Gravimetrische Energie

Das Sicherheitsverfahren „Lockout-Tagout-Tryout-Verfahren“ oder abgekürzt „LOTOTO-Verfahren“ aus dem US-amerikanischem Raum wird immer häufiger in Europa in den unterschiedlichsten Unternehmen implementiert. Das Verfahren umfasst neben der Prozedur (Energiequelle abschalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Restenergie freisetzen oder blockieren, Inbetriebnahmeversuch durchführen), auch organisatorische Aspekte hinsichtlich Befugnis, Fremdpersonal, Schichtwechsel etc., die in einer Unternehmensrichtlinie festzulegen sind.

Rechtlich gesehen ist die Einführung des gerade genannten Sicherheitsverfahrens in Deutschland indirekt gefordert. Gemäß BetrSichV hat der Arbeitsgeber alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die Instandhaltungsarbeiten sicher durchgeführt werden können. Darunter fällt auch die Festlegung eines sicheren Arbeitsverfahrens. Zur Einhaltung der nationalen und europäischen Anforderungen bewährt sich immer mehr das LOTOTO-Verfahren, welches durch den OSHA-Standard 29 CFR 1910.147 und der ANSI-Norm Z244.1 beschrieben wird.

Wie schützen Sie Ihre Mitarbeiter mit Methoden auf dem aktuellen Stand? Für die Einführung oder Optimierung sicherer Instandhaltungsprozesse stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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Bochumer Straße 217, 45886 Gelsenkirchen
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